WOLFGANG FÜNFGELD . 06 Dezember 2016 . 0 comments

naturschutz und ökologie

vom verbraucher zum bewahrer

zu beginn eine etwas provokante forderung:

produkte mit geplanter lebenszeitverkürzung, fachsprachlich mit geplanter obsoleszenz, sollten eine gesellschaftliche und mediale ächtung erfahren..........produkte ohne geplante obsoleszenz herzustellen, ist die entscheidende ökologische forderung, diese forderung geht auch weit über die zur zeit diskutierte kreislaufwirtschaft hinaus.

wem nützt es, wenn mit hilfe von sonnenenergie, ressourceneffizienz und klimaneutraler herstellung, produkte geschaffen werden, die nur wenige monate nach ablauf der gesetzlich festgelegten garantiezeit defekt sind und als nicht reparierfähig entsorgt werden müssen. ganz sicher nicht unserer umwelt. die gefahr in unserem informations-dschungel den überblick über die wirklich umweltrelevanten produkteigenschaften zu verlieren ist groß. das wird von einigen akteuren genutzt, indem nur ein einziges ökologisch positives produkt- oder herstellungsmerkmal in den fokus gerückt wird. in dieser aufspaltung in ökologische einzelaspekte steckt eine große gefahr. die ökologische gesammtbewertung dieses produktes entfällt, und wird durch eine willkürlich gewichtete und aufsummierte einzelbewertung ersetzt. ein zitat des philosophen aristoteles trifft es auf den punkt "das ganze ist mehr als die summe seiner teile".
eine studie über geplante obsoleszenz oder die geplante verkürzung der lebensdauer eines produktes wurde bereits 2007 von bündnis 90 / die grünen in auftrag gegeben und hat meines wissens leider nur geringes öffentliches interesse hervorgerufen. es ist eine lesenswerte studie die ich ihnen sehr empfehlen kann.    pdf studie geplante obsoleszenz

die basis unserer produktphilosophie ist das exakte gegenteil einer geplanten lebenszeitverkürzung eines produktes. durch den systemgedanken und die kosequente umsetzung einer gewollten einfachheit, ergibt sich eine lebenszeitverlängerung die man unter folgendem leitsatz zusammenfassen kann.

vom verbraucher zum bewahrer.

mit dem fünfgeld möbelbausystem sind sie im eigentlichen wortsinn kein verbraucher. sie arbeiten mit wiederverwendbaren bauteilen und bauen ihr möbel selbst. wenn sie es in dieser form, oder für den ursprünglich angedachten zweck, nicht mehr benötigen ändern sie es einfach und nutzen es so für neue aufgaben.
die bauplatten des fünfgeld möbelbausystems bestehen aus hoch verdichteten holzfaserplatten oder massivholz. die verwendeten farben sind ausschließlich organische farben, es gibt keine glänzende lackschicht auf der oberfläche, sie spüren die haptik des holzes. die bauplatten sind komplett durchgefärbt, nicht der oberflächliche glanz ist uns wichtig, sondern qualität durch und durch, bis in den kern. die verbinder bestehen aus aluminium, die bolzen aus stahl, alle bauteile lassen sich sortenrein trennen, sollte das eines tages wirklich notwendig werden. sie haben die möglichkeit defekte bauplatten zu reparieren, oder sie können, nur diese eine defekte bauplatte austauschen und das restliche möbel bleibt.

das ist der ökologische kern des fünfgeld möbelbausystems.

 

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